Veröffentlicht: 05.02.2021

Foto: © Screenshot Youtube 3gqeIPirj1g

Auch wenn diese Fakten bisher erfolgreich durch die Regierungen geleugnet oder gedeckelt wurden. Viele unserer Kinder und Jugendlichen sind am Ende, sie stehen in tiefsten Depressionen und vor Suizidversuchen, wie noch nie in unserer Geschichte. Erstmals gingen jetzt auch die Ärzte der Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie vor die Kamera und beim ORF scheint man langsam aber sicher nicht mehr unbedingt den Angaben der Regierung folgen zu wollen, alles zu deckeln, was unangenehm ist.

 

Die Ärzte und Kinderpsychologen wissen nicht mehr weiter. Die Anfragen haben sich seit Ende des Jahres besonders bei den schweren Fällen verzehnfacht, wie das ORF in seiner Analyse berichtet. Insbesondere Depressionen und Suizidversuche stehen im Mittelpunkt. Doch das große Problem ist, dass die Klinik insbesondere in Wien voll ist und es mittlerweile Wartezeiten von drei Monaten gibt. Schlimmer noch, die Ärzte sehen sich nun aufgefordert entscheiden zu müssen, welches Kind als nächstes in die Behandlung kommt, weil es nicht mehr genügend freie Plätze gibt. Genau das, was man auf den Intensivstationen verhindern wollte, ist nun bei den jüngsten unserer Gesellschaft angekommen.

 

Das soll nun ab Ende März mit einer Psychiatrie für Kinder zu Hause wenigstens etwas abgefedert werden, wobei dieses Angebot schon seit längerem geplant war und angeblich nichts mit dem aktuellen Ansturm auf die MedUni Wien zu tun habe. Es käme jetzt gerade zur rechten Zeit. Die Psychosozialen Dienste und die MedUni Wien bieten ab März für zwei Jahre für 50 Klienten Betreuung zu Hause an. Sie müssen daher nicht stationär aufgenommen werden. Mit dem Projekt werde auch versucht, jene Kinder zu erreichen, die den Weg in die Psychiatrie nicht schaffen, so Patrick Frottier, Ärztlicher Leiter des Extended Soulspace im Krankenhaus Hietzing. Die Home-Treatment-Teams könnten dann rasch und niederschwellig helfen, erläuterte Projektkoordinatorin Sidonie Seywald.

 

Auch wenn den Kindern nun zu Hause geholfen werden kann, sind es jedoch nur die Symptome, denn die Ursache des aktuell überdurchschnittlichen Leides sind und bleiben der Lockdown, die damit verbundenen Social-Distancing Maßnahmen, Isolationen und Perspektivlosigkeit. Es wird noch eine längerfristige Auswirkung auf die Kinder haben, auch wenn die Pandemie schon vorüber sei, erklärte Christoph Peh, von der Abteilung für Psychotherapie, der Donau-Uni Krems gegenüber dem ORF.

 

Quellen:

https://wien.orf.at/stories/3087068/

 

https://wien.orf.at/stories/3088481/

 

Mit ein wenig Glück ist das Video unter diesem Link noch verfügbar. Auf der Seite des ORF wurde es aus rechtlichen Gründen entfernt. https://www.youtube.com/watch?v=3gqeIPirj1g